Geschichtswerkstatt Marburg e.V.    Forschung für Regional- und Alltagsgeschichte

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Termine

 

Regelmäßige Mitgliederversammlungen ...

finden an jedem zweiten Montag im Monat ab 19 Uhr in den Räumen der Geschichtswerkstatt im Schwanhof statt.

Für das Jahr 2019 sind dies:

Mo., 14.01. Mo., 11.02. Mo., 11.03. Mo., 08.04. Mo., 13.05.
--- Jahreshauptversammlung ---
Mo., 17.06. Mo., 08.07. Mo., 12.08. Mo., 09.09. Mo., 14.10. Mo., 11.11. Mo., 09.12.

Die Jahreshauptversammlung findet am Montag, 13.05.2019, 19 Uhr, in den Räumen der Geschichtswerkstatt Marburg, Schwanallee 27-31 statt.

 


 

Veranstaltungen

 

Gedenktafel an der Burg Hohenneuffen

 

Veranstaltung: Die Akte Oppenheimer - Dokumentarfilm von Dr. Ina Knobloch

Zeit: Sonntag, den 24. März 2019 ,um 17.45 Uhr

Ort: Im Kino Capitol-Center, Biegenstraße 8, 35037 Marburg

Veranstalter:Arbeitskreis Landsynagoge Roth e.V., Geschichtswerkstatt Marburg e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

Eintritt: 7 Euro / ermäßigt 5 Euro

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit der Filmemacherin statt.

 

Der Film erzählt das Schicksal des jüdischen Kaufmanns Joseph Süßkind Oppenheimer (um 1698-1738). Er rekonstruiert mit Hilfe von Archivmaterial Oppenheimers Persönlichkeit und wirft einen neuen Blick auf seinen Beitrag zur wirtschaftspolitischen Modernisierung Württembergs. Er zeigt die manipulativen Strategien und Tricks, mit denen antisemitische "Fake-News-Kampagnen" arbeiten, damals wie heute.

Die Gerichtsakten von 1737/38 zeigen mit welcher massiven Folter politische Gegner des Herzogs versuchten, Oppenheimer - gegen den überhaupt nichts vorlag - zu einem falschen Geständnis zu zwingen. Während seines Hungerstreiks hielt man ihn notdürftig am Leben um ihn öffentlich hinzurichten zu können! Da hatten seine politischen Gegner bereits antisemitische Bildblätter in Auftrag gegeben, die noch am Hinrichtungsort gezeichnet und schnell verbreitet wurden - antijüdische "Hetz-Comics" aus einer Zeit, die gemeinhin als Ära der deutschen Aufklärung gilt.

Die Filmemacherin Ina Knobloch zeigt dabei auch das erschreckend lange Nachwirken dieser fast 280 Jahre alten antisemitischen Kampagne über die "goldenen 1920er", der Jahre der Weimarer Republik, in den Nationalsozialismus hinein - der Oppenheimer mit dem NS-Film "Jud Süß" diffamierte - bis weit in unsere Zeit.

Die historische Spurensuche der Regisseurin führt an zahlreiche Originalschauplätze, Gassen, Landschaften und Schlösser, die für das Leben und den ungeheuren Justizmord an Oppenheimer entscheidend waren und zeigt die wahre Person des Joseph Süßkind Oppenheim hinter dem späteren propagandistischen Zerrbild des "Jud Süß". Der Film rekonstruiert die Gerichtsverhandlung gegen den jüdischen Kaufmann mit großer Sorgfalt und enttarnt sie als bloßen Schauprozess seiner Feinde.

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